Story written by Miki

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*winke*
Danke für die Reviews!
Zum Inhalt dieses Kapitels…
Ich bin gerade nicht zurechnungsfähig.
Sitze im IC.
Und der fährt sich Verspätung um Verspätung ein. (zweimal Brückenschaden, einmal Baustelle)
Mir ist langweilig…
Dann kommt  so was raus.

 

 

************************************************************************

 

Müde rührte ich in meinem Cafe Latte herum und musterte über den Rand meiner Tasse hinweg diese beiden…

Diese beiden…

Mir fehlte einfach die passende Bezeichnung dafür, was die eigentlich waren.

Normale Menschen auf alle Fälle nicht.

Diese beiden….

Hm…

Also…

Irgendwie gab es dafür doch nur ein mögliches Wort…

Norweger…

Okay, das war zufriedenstellend und traf den berühmt berüchtigten Nagel auf den Kopf. Die hatten definitiv nicht alle Latten am Zaun. Und was noch lustiger war, kein Mensch schien die hier wirklich zu erkennen. Ich hatte erwartet, dass eine Traube von Mädchen sich um unseren Tisch scharen würde, kaum das wir den Starbucks betreten hatten, aber nichts dergleichen. Eher hielt man sie für zwei leicht verpeilte Touristen.

Auf alle Fälle war noch kein gellendes „Bjørn Einar“ erklungen. Okay, die zwei Grazien da vorne machten Kuhaugen, aber weniger aufgrund eines kognitiven Erkenntnisprozesses, sondern mehr wegen Bjørn Einars und meinetwegen auch Sigurds hübscher Fassade.

Die beiden Herren lümmelten nämlich lasziv in ihren Sesseln und so wie Bjørn Einar an seinem Löffel lutschte, erforderte das schon fast FSK 18 und war definitiv ein sinnliches Erlebnis.

Schien so, als wollte er die beiden Damen auch beeindrucken.

Hmpf.

„Also Dana“, Sigurd biss genüsslich in seinen Muffin, „erzähl mal, was du gestern Abend noch so gemacht hast.“

Ich, unschuldiges Etwas, das ich bin, hatte gerade einen Schluck von meinem Kaffee genommen und verschluckte mich natürlich fürchterlich. Hilfsbereit klopfte mir Bjørn Einar auf den Rücken.

„Wir haben uns einfach gewundert, dass Magnus Stian auf einmal verschwunden war und auch erst heute Morgen wieder auftauchte.“ Ein definitiv sadistisches Funkeln war in Sigurds großen, blauen Augen auszumachen.

Ehrlich, der war aus den tiefsten Gründen der Hölle auferstanden, um als Geisel die Menschheit im Allgemeinen und mich im Speziellen heimzusuchen.

Ich erstickte nämlich gerade vor lauter Husten fast auf meinem Stuhl.

 

Zwei Minuten später.
Vor dem Klo…

 

In das ich nicht hineinkam.

Warum zum Geier hatten die hier ihr Klo mit einem Zahlencode verriegelt?

Waren wir hier bei Mission Impossible?

Und warum war nur das Frauenklo verschlossen?

Das Gürkchen war nämlich gerade pfeifend auf dem Männerklo verschwunden.

Es ist nicht leicht, Dana Kleinschmitt zu sein…

 

 

Ein wenig später.
Unsere Helden haben sich auf das Ausführlichste mit aromatischem und exquisitem Kaffee sowie köstlichem Süßspeisen gestärkt, um sich in die nächste Runde des Gefechts zu stürzen.

 

Ehrlich.

Ich war schon ein paar Mal mit denen einkaufen gewesen (ein Umstand, den ich mir vor allzu langer Zeit ja noch richtig erträumt hatte).

Aber irgendwie wurde es jedes Mal noch schlimmer als das Mal zuvor.

Warum?

Ihr denkt, wie hätten das Peinlichste schon hinter uns gebracht?

 

Irrtum!

 

Ganz gigantisch großer Irrtum!

 

Ich wollte nie von diesen…diesen… Individuen aus dem hohen Norden in einen solchen Laden geschleppt werden.

In einen…

einen…

Sexshop. *flüster*

„Dana, jetzt stell’ dich doch nicht so an! Das ist das natürlichste auf der Welt. Alle machen das und wer es nicht macht, der jammert danach.“ Zur Bestätigung seiner Worte wedelte Bjørn Einar mit einem Päckchen essbarer Unterwäsche vor meiner Nase herum. „Man soll doch Spaß im Leben haben.“

Das Päckchen im Zusammenhang mit seinen Worten ließ mich leuchtend rot anlaufen.

Mein Blutdruck war gerade schon zur Tür raus, um an der Formel Eins  teilzunehmen und danach mit Dragster weiterzumachen.

„Ich…ich…“ Noch nicht mal sprechen konnte ich vor lauter Scham.

Und was hatte das hier denn mit… also…

Ich meine….

Irgendwie hatte sich gerade meine Zunge verknotet.

War wohl über sich selbst gestolpert, als sie meinem Blutdruck hinterher jagen wollte.

Angestrengt sah ich überall hin, nur nicht zu Bjørn Einar und seiner nach Erdbeeren schmeckenden Unterwäsche.

Unwillkürlich wanderte mein Blick nun also zum anderen Folterknecht, der eifrig in den Regalen wühlte.

Mein Gott…

Was war das?

Am besten ich hielt mir einfach die Augen zu.

Unwissenheit kann schließlich auch ein Segen sein.

Besonders, weil Sigurd sich mir gerade näherte und was er da genau in den Händen hielt, also das wollte ich wirklich nicht wissen.

Satans Schwippschwager konnte nur etwas Abartiges, Widerliches und Grauenhaftes mitbringen.

Dem war natürlich auch so.

„Nein! Ich brauche kein Massageöl mit Gummibärchengeschmack! Und nein! Ich finde ‚Wollüstige Sporttrainer – Unzensierte Länge!’ nicht ansprechend. Und ich brauche auch keinen rosa… rosa….“ Nein, ich sprach das nicht aus und deutete einfach auf den Gegenstand, den er sich kurzerhand in Ermanglung einer dritten Hand unter den Arm geklemmt hatte.

„Aber Dana!“ Ehrlich, irgendwann, in definitiv nicht allzu ferner Zukunft würde ich ihm dieses Gesichtsausdruck, der die Inkarnation von Süffisanz und Gehässigkeit war, aus dem Gesicht schlagen und am besten krallte ich mir dazu diesen rosa Gegenstand unter seinem Arm. Damit schaffte er es bestimmt auch auf die Titelseite der VG

Okay, aber ich wollt mein Gesicht nicht da sehen, also ballte ich einfach nur meine Fäuste, rauschte Richtung Ausgang, stolperte in dem Prozess über die Füße einen Verkäufers, ja so was gab es hier, flog nach vorne und knallte gegen einen Ständer mit Kondomen.

Ehrlich, ich biete mein Leben zum Tausch an.

Wer auf dauerhafte Erniedrigung steht, bitte melden.

 

 

Freiburg. Fußgängerzone.

 

Den Kopf in den Händen vergraben, die wiederum auf den Knien geparkt waren, hockte ich auf einer Bank und beobachtete missmutig das Treiben in der Fußgängerzone. Mein Leben war ein einziger schwarzer Abgrund.

Obwohl, was heißt hier schwarz.

Eigentlich war der mehr rot, weiß und blau.

„Danaleinchen“, eine Hand wurde auf meine Schulter gelegt, „der Onkel Bjørnnis und der Onkel Sigurd, die haben es nicht böse gemeint.“

„Frieden?“ Ein großes Eis wurde mir unter die Nase gehalten. Ich sah hoch, Bjørn Einar lächelte mich breit an, Sigurd hatte sich inzwischen neben mich gesetzt. „Wir geben zu, dass wir vorhin nicht ganz lieb waren. Aber wir haben ein Geschenk für dich.“

„Hm?“ Ich genoss inzwischen schon mein Eis.

Ja, okay, nicht gerade standhafte Prinzipien, ich weiß.

Aber menno…

Die hatten Schokoladeneis mitgebracht, das fast wie Nugatti schmeckte.

Nur bei dem zweiten Geschenk war ich misstrauisch und mein Misstrauen war berechtigt, wie sich herausstellte, als ich es aus seiner mehr oder weniger geschmacklosen rosa Verpackung befreit hatte. Ich hielt nämlich ein Stiptease-Mensch-Ärger-dich-nicht in den Händen.

„Funktioniert fast wie Strip-Poker“, erklärte mir Sigurd freudestrahlend.

 

Zwei Sekunden später.

 

„Dana… Du…. Ich… MEIN T-SHIRT!“

Ein schimpfender Sigurd war auch mal was Lustiges.

Und Memo an mich selbst: Schokoladeneis taugt als fliegende Waffe. ÄTSCH!

 

Drei Minuten und einen braun gepunkteten Sigurd später.

 

„Lasst uns zurückfahren. Wir könnten sogar noch was vom Springen sehen“, schlug Bjørn  Einar vor. „Ich muss erst mal zum Hotel. Ich rieche wie eine Nugattistulle“, beschwerte sich das Gürkchen. „Zu doof, dass du nur nicht so lecker bist.“ Ich streckte ihm die Zunge raus.

Bjørn Einar und Sigurd tauschten bei meinen Worten und Verhalten einen missmutigen Blick aus. „Irgendwie bekommt ihr unsere Gesellschaft nicht“, schlussfolgerte Sigurd. „Am besten wir bringen sie zu Magnus Stian zurück.“

Hey, hatte ich da nicht auch ein Wörtchen mitzureden?

Scheinbar nicht, denn bevor ich wusste, wie mir geschah, saß ich auf der Rückbank eines ihrer Babybomber-Mobile und brauste zurück Richtung Hinterzarten. Aber laut meiner Uhr würden wir wenigstens nicht mehr wirklich  viel vom Springen mitkriegen.

Ätsch!

 

 

 

 

 

30.3.10 14:34
 


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