Story written by Miki

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*winke*
Die Redaktion (aka klein Miki) dankt für die lieben Reviews. J
Kleiner Musiktipp bei der Lektüre:

 

http://www.youtube.com/watch?v=QIfPIwWn-vg

 

Und auf geht’s:

 

***

 

Am frühen Morgen…

 

Ich erwachte, weil ein Spatz neben mir meinte, eine Sonate von sich geben zu müssen und die dann auch gleich noch mit Zugabe. Das gute Sängerlein hatte wohl vor, die aufgehende Sonne begrüßen zu müssen.

Ich zog mir die Decke über den Kopf, um das unwillkommene Licht noch ein Weilchen auszublenden und lauschte Magnus Stians Atemgeräuschen.

Und ruckartig fiel mir ein, was sich in der Nacht so zwischen drei und vier ereignet hatte.

 

Und der Rest ward Schweigen…

 

Neiiiiiin!
Oh Gott, oh Gott, oh Gott!

Nein, das war nicht…

Oh doch, es war passiert.

Ich spürte, wie eine leuchtende Röte sich in meinem Gesicht ausbreitete. Himmel hilf, so hatte ich mir das Ganze aber nicht vorgestellt, als ich mir mal vorstellt hatte, wie ich…

Also wie…

Ihr wisst schon…

Ähm gut.

Vorsichtig lugte ich wieder unter meiner Decke hervor und warf einen verstohlenen Blick zum schlafenden Magnus Stian. Sein blondes Haar fiel ihm ins Gesicht...

Oh Gott.

Ich strampelte die Bettdecke weg.

Ganz schnell mal ein stilles Örtchen aufsuchen und sich von diesem verstörenden Anblick befreien und…

„Dana-Pusselchen, ich höre die kleinen Rädchen in deinem Kopf bis hier hin arbeiten.“

Ups…

Konnte ihn nur anstarren.

„Jetzt mach’ nicht solche Kulleraugen. Ich bin schon die ganze Zeit wach. Diese verfluchte Spatz da vorne würde ja sogar Tote wecken.“ Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Ich… Hm… Also… äh… ich glaube…“

Mah, irgendwie hatte ich gerade das Gefühl, dass die Worte auf meiner Zunge eine Massenkarambolage hinlegten. Sein Grinsen vertiefte sich nur.

Es war nahezu widerwärtig.

Erstens, schien er genau zu wissen, dass meine Gedanken ebenso wie meine Worte gerade einen Auffahrunfall nach dem anderen hinlegten. Zweitens, schien er sich gleichzeitig pudelwohl zu fühlen.

So ähnlich wie Kater mit einem Schälchen Sahne…

„Ich guck’ mal nach dem Frühstück“, schaffte ich es endlich hervorzuwürgen.

„Frühstück?“ erschall es fragend.

„Äh ja.“

„Dana, wir haben es gerade mal sechs Uhr morgens. Also mir steht der Sinn noch nicht nach Frühstück.“

„Äh, aber mir…“

„Quarks. Du verziehst dich jetzt hier nicht mit vor Scham roten Ohren. Dafür gibt’s keinen Grund.“ Er gab mir einen kurzen Kuss und breitete dann wieder die Decke über uns aus.

„Ich…“

„Dana… Bleib’ einfach noch ein bisschen liegen, ja?“

Er zog mich an sich. Ich kniff ganz fest die Augen zusammen und überlegte krampfhaft, was ich machen sollte. Jetzt noch aufstehen war doof. Besonders, weil er mir gerade mit den Fingern durchs Haar fuhr und das irgendwie doch ganz angenehm war.

Komischerweise konnte ich mich schließlich -  trotz der durch und durch peinlichen Situation – entspannen und schlief wieder ein.

 

Küche.
10.11    Uhr

 

Es kann ganz schön schwierig sein, Rührei zu fabrizieren, wenn man fürchterlich nervös ist, weil der … äh ….

Um Himmelswillen…

Wie sollte ich Magnus Stian denn nun nennen?

Okay, wenn der Liebhaber der letzten Nacht mit dem eigenen Bruder, einem guten Freund und zwei weniger guten Freundinnen am Tisch saß.

Zwei Anläufe mit dem Rührei waren schon gen Kanalisation gewandert. Und diese Variante schnupperte auch nicht so richtig gut. Aber wenigstens war ich so beschäftigt und musste mich so nicht zu ihnen an den Tisch setzen. Okay, vier fünftel des Tisches waren definitiv auch noch im Halbschlaf. Nur Magnus Stian wirkte wach.

Zum Glück.

Irgendwie musste meine Körpertemperatur immer noch ziemlich hoch sein. Ein Blick in den Spiegel hatte mir nämlich vorhin bestätigt, dass ich heute sehr gesunde Apfelbäckchen hatte. 

Zwei Fünftel des Tisches erwachten nun doch langsam aus ihrem einem Koma ähnlichen Zustand und starrten Magnus Stian an. Dem das aber scheinbar nicht so zusagte, da er betont auf seine Uhr sah und dann demonstrativ ein Gespräch mit Marc anfing, als Miriam versuchte, ihn anzusprechen.

Inzwischen roch mein Rührei schon leicht angekokelt. Wurde wohl doch Zeit, es vom Herd zu nehmen. Wenn Magnus Stian doch nur endlich mal fertig mit seinem Kaffee wurde und einen Abflug machte. Mein Bruder, der wohl scheinbar merkte, dass ich etwas neben der Spur war, zwinkerte mir zu.

„Lass’ mal, Schwesterherz. Bevor du heute Rührei fabrizierst kriegst, sind wir alle fertig mit dem Frühstück. Und ich glaube, du verdirbst dir an dem Produkt auch mehr den Magen als alles andere.“

Hatte sowieso keinen Hunger.

Endlich erhob sich Magnus Stian. „So, ich muss los. Danke für das Frühstück.“ Zu  meinem Glück verzichtete er auf großartige Verabschiedungen vor den anderen. Ich brachte ihn noch zu Tür, dort gab er mir dann einen kurzen Kuss auf die Stirn. „Bis nachher.“ Damit verschwand er erst einmal.

Endlich konnte ich mal einigermaßen befreit aufatmen.

Okay, für ca. fünf Sekunden.

Kaum war die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen, da wurde ich regelrecht von Miriam und Marlene eingezingelt.

„Warum war dieser Adonis hier!“

„Was habt ihr gemacht?“

„Was will der von dir?“

Mah, das war wie ein Kreuzfeuer.

„Sagt nicht, dass der mit dir…“ Volltreffer, von einem Querschläger vernichtend getroffen. Ich zuckte dementsprechend auch kurz zusammen.

Miriam sah mich angewidert an.

„Das ist jetzt nicht wahr, oder?“

„Äh, ich weiß nicht, was du meinst. Der war nur durch Zufall gestern Abend hier und hat Marc und Stefan besucht und…“

„Kann mir auch kaum was anderes bei dir vorstellen…“

„Ey, dein Handy geht, Marlene!“, donnerte es aus dem Wohnzimmer. Den Bruchteil einer Sekunde war ihre Aufmerksamkeit abgelenkt und den nutzte ich, um mich ins Bad zu flüchten und erst einmal in Ruhe zu duschen.

 

Unter der Dusche….

 

Okay, mir wurde eins klar.

Ich konnte heute nicht zum Springen.

Ich brauchte dringend etwas Abstand.

Nicht, dass ich jetzt vor Scham verging oder so.

Ich meine, dass war ein Fauxpas…

Oder so…

Und ich meine…

Also…

Ich ging wenigstens nicht als eiserne Jungfrau in die ewigen Jagdgründe.

(Man muss jeder Situation etwas Positives abgewinnen.)

Aber ich sah mich heute außer Stande, länger in Magnus Stians Gegenwart aushalten zu müssen. Das war meinem Blutdruck ganz und gar nicht zuträglich.

Hm, Marc und mein Brudermonster wollten heute auf dem Titisee mit einem Bötchen rumplätschern. Miriam und Marlene wollten natürlich zum Springen und waren zum Mittagessen mit ein paar Mädels verabredet, die sie vom Schanzengurus-Forum kannten.

Also, es bestand die Möglichkeit, dass ich mich in der Mittagszeit verdrücken konnte.

Und ich wusste auch genau wohin.

 

Freiburg ich komme!

 

13.12

 

In der Regionalbahn nach Freiburg.

 

Also ehrlich, selbst eine Ölsardine hat mehr Platz in ihrer Dose.

Die Deutsche Bahn mutet ihren Fahrgästen wirklich Ungeheuerliches zu.

Und wahrhaftig, der Mann neben mir hätte sich echt mal wieder waschen können.

Der roch unter seinen Achseln, als ob das was gestorben wäre.

Mah, mir wurde schlecht…

Konnte einer der ca. 534 anderen Fahrgäste mal bitte ein Fenster aufmachen?

 

 

13.54 Uhr

 

Freiburg. Hauptbahnhof.

 

Frischluft!

Ich lebe wieder!

Heureka!

Und jetzt noch einen Frapuccino von Starbucks!

 

14.23 Uhr
Eine Buchhandlung.

 

Amalia starrte in seine indigoblauen Augen. Konnte es sein, dass Raphael sie wirklich liebte?
 Aber was wurde dann Lysander? Verzweifelt knabberte Amalia an ihrer Unterlippe und wusste nicht, welche Empfindungen sie mit dieser unschuldigen Geste bei ihrem Gegenüber auslöste…

 

 

„Mensch, die Welt ist ein Dorf!“

Wah!

Vor Schreck beim Klang dieser Stimme ließ ich „Schatten der Leidenschaft unterm Mondlicht“ fallen.

„Sag’ mal, bist du uns gefolgt?“, feixte das Gürkchen. Bjørn Einar hatte sich inzwischen gebückt und den Liebesroman, den ich eigentlich vorgehabt hatte zu kaufen, wieder aufgehoben. „Oh ha“, war sein einziger Kommentar, als sein Blick auf den Einband fiel.

„Und was machst du jetzt hier, Danalein?“, hakte Sigurd nach.

„Sh…Shoppen?“, brachte ich schwach hervor.

„Wie?“ Mal wieder wanderten seine Augenbrauen. „Gehört es nicht zu deiner Aufgabe als Fan, an der Schanze regelrecht festgewachsen zu sein?“

„Ich… Hatte heute einfach…. Äh… keine Lust.“ Warum klang ich immer noch so verzagt? „Sag’ ja, du bist uns nachgefahren.“ Sigurd grinste.

„Neiiin!“, brachte ich jetzt doch mal entschiedener vor. „Ich dachte, ihr würdet springen!“

„Bjørn Einar hat sich was gezerrt und kann nicht und ich bin nicht aufgestellt?“

„Was gezerrt?“, fragte ich verwirrt. „Wann denn?“

Beim kleine Autos um Säulen jagen, konnte man sich was zerren?

Bjørn Einar gluckste vergnügt. „Och, war nur was Temporäres.“

„Ihr schwänzt das Springen?“ Nun war ich doch mal fassungslos.

Die beiden zuckten mit den Schultern. „Ich würde das nicht Schwänzen nennen, das klingt so unschön. Wir pausieren nur.“

Also ehrlich und so etwas wollten Leistungssportler sein.

„Weißt du eigentlich, wo Magnus Stian letzte Nacht gesteckt hat? Der wollte noch mal kurz bei euch vorbeischauen, ist dann aber nicht mehr aufgetaucht.“ War typisch, dass natürlich Sigurd danach fragte.

„Äh… Uh…“ Ich spürte nur, wie ich leuchtend rot wurde.

Sigurd und Bjørn Einar tauschten einen kurzen Blick aus und brachen dann in schallendes Gelächter aus. Wenigstens schienen sie sich aber einig zu sein, das Thema erst mal nicht vertiefen zu wollen, sondern hakten sich rechts und links bei mir unter und verkündeten laut: „Dana, du darfst uns jetzt erst einmal einen Kaffee ausgeben.“

 

7.3.10 16:03
 


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