Story written by Miki

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Hey ho!
Danke für das liebe Feedback. =)
Ich wünsche viel Spaß beim nächsten Kapitel.
Und empfehle als Hintergrundmusik:

 

http://www.youtube.com/watch?v=WusHDsK1yBQ

 

*******

 

Es war einmal ein armes, kleines Mädchen, das wurde von einer 1, 80 Meter großen Gurke drangsaliert. Diese Gurke zwang sie jeden Tag, Taschen von A nach B zu tragen.
Das Gürkchen lachte dabei die ganze Zeit gehässig und war von seinen widerlichen kleinen Cornichons umgeben, die ebenfalls auf dem armen, kleinen Mädchen rumhackten.
Doch eines Tag  platzte dem armen, kleinen Mädchen der Kragen. Sie schlich sich des Nachts heimlich davon und besorgte sich einen riesigen Gurkenhobel…

 

„Daaaana! Wie lange dauerte das denn noch?“, dröhnte die größte Gurke der Unterwelt schon wieder mit ihrem extrem lauten Sprechorgan, während ich mich mit diesen zwei Reisetaschen abschleppte. An den Ordner war ich damit vorbei gekommen, aber ich hatte die Befürchtung, dass ich den Weg zur Hütte nicht schaffen würde.

Eher endete ich als Skelett, begraben unter zwei Reisetaschen, über das der postnukleare Winde hinweg fegte…

„Urgs!“ Vorsichtig setzte ich einen Fuß vor den anderen. Wo war eigentlich mal Magnus Stian, wenn man ihn brauchte?

Ah, da vorne.

Der unterhielt sich mit ein paar Ösiländern und winkte mir nur fröhlich zu.

Was hatten die da drin?

Blei?

Neben mir kicherte es gehässig, als Tom mit zwei Paar Skiern über den Schultern  an mir vorbei trabte.

Oller Angeber!

Ha, ich hatte wieder dreißig Zentimeter geschafft.

Man, das war so schwer!

Wem gehörten diese verflixten Taschen?

Zu mir gesellte sich Anders und sah mich mitleidig an. „Oh, Bjørn Einars und Toms Tasche!“

Na, die Frage war geklärt.

„Was haben die da drin? Das kann doch keine Unterwäsche zum Wechseln sein!“

„Also in Bjørn Einars Tasche dürfte mit Sicherheit seine Nespresso-Maschine sein… Und Tom… Hm, der hatte ständig Gedöns dabei. Könnte sein, dass du gerade zwanzig Überraschungseier oder so spazieren führst.“, erklärte er.

Nespresso-Maschine?

Überraschungseier?

Ich blinzelte.

Anders akzeptierte das als Ausdruck meiner maßlosen Ungläubigkeit und nahm mir eine Tasche ab.

Wenigstens der war nett.

Der würde von meinem Gurkenhobel verschont bleiben.

Jawohl ja.

Trotzdem war diese olle eine Tasche auch immer noch sehr schwer. Aber wenigstens trug ich Bjørn Einars Gepäck.

Also seine Nespresso-Maschine oder so…

Ob ich einen Kaffee abbekam?

Endlich kam diese doofe  Hütte in Sichtweit. Wenigstens von einer Last befreit, hatte ich inzwischen ja auch die Muße, mich ein wenig umzuschauen.

Und ehrlich…

Die Hälfte der Zeit standen die Skispringer nur dekorativ rum. Man kann mir sagen, was man will. Die posierten hier doch für die ganzen Mädchen, die in den Büschen hinter dem Zaun versteckt waren. Die Blitze konnten denen gar nicht entgehen. Und warum hätte der Arthur Pauli vorhin sonst so dekorativ sein T-Shirt ausziehen sollen?

Mit einem Ruck wurde mir Bjørn Einars Tasche aus der Hand gezogen und zwar von ihm selbst.

Mit großen Augen sah ihn an. Doch er zwinkert mir nur zu.

„Stianus wartet auf dich. Er meinte, dass du ihm beim Skier wachsen helfen kannst.“

Wachsen?

Ich kannte nur Kaltwachs zum Haare ausrupfen und das tat scheußlich weh…

Unschlüssig blieb ich vor der Hütte der Norweger stehen. Durfte ich da jetzt rein? Hörte sich an, als würden die eine wilde Party veranstalten… Bei der lauten Musik.

Nervös scharte ich mit einem Fuß über den Boden.

„Du kannst ruhig reingehen“, kam es freundlich von der Nachbarhütte. „Noch fressen die keine Menschen.“

Oh mein Gott, Ville Kantee hatte mit mir gesprochen.

„Äh ja, danke!“

Ich wollte gerade hinein huschen, als Magnus Stian auftauchte. „Ah, Dana! Hast du die Taschen abgeliefert? Dann kannst du mir ja helfen. Schnapp’ dir mal die beiden Holzböcke da vorne.“

Mist!

Hätte der nicht noch zwanzig Sekunden auf sich warten lassen können?

Dann hätte ich in der Hütte bei Bjørn Einar und der Nespresso-Maschine sein können.

Ich unterdrückte ein Seufzen.

Gehorchte dann aber artig. Mein wundes Auge erspähte die Holzblöcke neben der Hütte und artig schleppte ich  sie heran.

 

Zehn Minuten später…

 

„Ey, du kannst ja bügeln!“ Ich kaute auf einem der komischen staubtrockenen Kekse herum, von denen dieser ständig rauchende norwegische Betreuer mir angeboten hatte, und beobachte Magnus Stian bei seinem Tun.
„Bügeln?“ Er zog indigniert eine Augenbraue hoch.

„Na, was machst du sonst? Für mich schaut das verflixt nach Skier bügeln aus.“ Ich grinste breit.

„Pff.“ Magnus Stian grummelte in seinen vorhandenen Dreitagebart und fuhr wieder mit diesem Mini-Bügeleisen, oder was immer das war, über die Skier.

„Wachs sie ja gut“, empfahl ich ihm.

Es war nämlich Bjørn Einars.

„Ja, ja…“

„Du kannst ja beim Gürkchen ein bisschen Wachs einsparen und lieber mehr auf Bjørn Einars schmieren“, grübelte ich laut.

„Hier geht es nicht um Quantität.“

„Wieso? Mit mehr flutscht es doch besser.“

Magnus Stian sparte  sich  lieber eine Antwort darauf.

„Flutschen? Dana, er schmiert Wachs auf die Skier, kein Gleitgel!“, donnerte das Gürkchen aus dem Nirgendwo.

Prompt wurde ich knallrot, verschluckte mich an meinem Keks und erstickte fast, während ich über diese Worte von Schwiegermamas Liebling aka Sigurd Pettersen nicht hinweg kam. Ehrlich, der war aus der Höhle empor gekrochen, um die Menschheit im Ganzen und im Speziellen mich zu drangsalieren.

Er, das Gürkchen of doom, war zusammen mit Bjørn Einar und Geir Ole Berdahl aus der Hütte aufgetaucht.

Ich beobachtete, wie sie mit lustigen Trockensprüngen anfingen.

Was die Grazien unten wohl gerade trieben?

Mah, das Gürkchen machte aber einen auf nassen Sack bei seinem Trockensprung.

Geschah ihm recht!

He he…

Und ich hatte Durst…

Ich kramte in meinem Rucksack nach meiner Wasserflasche, als ich auf einmal ein unangenehmes Jucken im Nacken spürte.

Als würde sich das was reinbohren…

Wenn das Akte X gewesen wäre, hätte ich ja auf einen Übergriff von Aliens getippt.

Aber so vermutete ich doch mehr, dass mich jemand finster ansah.

Oh und wie mich jemand böse anschaute.

Nämlich die beiden Mademoiselles von vorhin.

Die waren ja akkreditiert gewesen…

Stimmt.

Und die durften auch ins Springerlager?

Weswegen sahen die mich dann an, als wäre ich ekeliger Dreck unter ihren Schuhen?

Wenigstens kamen die nicht rüber.

Ich würde einfach hier hocken bleiben und mich klein machen. Sonst hauten dich mich noch mit ihren Kameras oder so.

„Hey Dana! Sag’ mal ‚hallo’!“

„Wäh!“ Ich zuckte zusammen und schnauzte:  „Jetzt schleich dich doch nicht so an, Tom!“

„Tu’ ich gar nicht. Aber du warst so in Gedanken versunken.“

„Binde dir  gefälligst ein rosa Bandana  als Warnsignal um den Kopf, bevor du unschuldige Mitmenschen so attackierst!“

Er pfiff auf. „Uih, was hat dir denn die Laune verhagelt?“

„Gar nichts.“

„Dein Camcorder und ich schätze mal die beiden Grazien da vorne, die ihr gerade Löcher in den Bauch starren“, mischte Magnus Stian sich ein und nickte in Richtung der beiden Pseudo-Presseweibchen.

Die wilde Hilde ließ die Augenbrauen ein Meeting über der Nase machen und schob den im Mund befindlichen Lolli von der rechten auf die linke Seite.

Plötzlich grinste er.

„Ich kenn’ die“, kam es gedehnt von ihm.

„Echt?“ Magnus Stian und ich wurden hellhörig.

„Yo. Die eine findet mich ganz schick.“ Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare und warf mit einem Pseudoschlafzimmerblick um sich.

Hatte mehr was von einem Welpen, der um Streicheleinheiten bettelte.

„Und die andere mich.“ Bjørn Einar hatte seine Trockenübungen wohl hinter sich gebracht  und gähnte laut. Das wiederum konnte ich nur durch und durch verstehen.

Ich fand ihn auch toll…

 

Weswegen war ich wohl in Norwegen gewesen…
Ja, ja…
Wunderbare Landschaft…
Höchste Lebensqualität…
Aber hey, in erster Linie…
Wir wissen doch alle, warum deutsche und weibliche Skisprungfans in Scharen nach Norwegen pilgern.
Nicht, weil wir alle Munch so toll finden und Ibsens Stücke auswendig können.

 

Aber die zwei beiden einen waren dabei wohl nicht unentdeckt geblieben.

„Die waren letzten Winter, diesen Sommer und den davor bei fast jedem Springen“, gluckste Tom.

„Und bei jeder nationalen Meisterschaft“, fügte Bjørn Einar hinzu.

„Sag’ mal, Sigurd…“, Magnus Stian grinste fies, „für euren Blog…“ Er ließ den Rest des Satzes in der Luft schweben.

Wir anderen blinzelten irritiert.

Sigurd schien aber diese mysteriöse Andeutung, die dem Orakel von Delphi alle Ehre gemacht hatte, zu verstehen. „Oh Stianus. Manchmal hast du so wunderbare Ideen, Hasi!“

Hasi?
Waren die jetzt Siegfried und Roy?

Das Gürkchen nahm der Hilde den Camcorder ab. „Ich hab’ mal eben ein bisschen zu tun. Warum geht ihr nicht einen Nespresso oder so trinken?“

„Was hast du denn vor, Siggikens?“ Bjørn Einar schmunzelte.

„Oh, ich… Ich mache jetzt ein Interview“, erklärte das Gürkchen hoheitsvoll und marschierte davon.

23.10.09 23:36
 


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