Story written by Miki

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An alle Leser!

Danke fürs Reinschauen und Lesen.

An alle Reviewer!!! Ihr seid die Allerbesten!

Und dieses Kapitel ist für euch.

 

 

Musik zum Update: Rod Stewart – Maggie May  (http://www.youtube.com/watch?v=F01aLeErvoU)

 

 

 

Ein lauschiger und durch und durch idyllischer Morgen in einem kleinen Örtchen namens HinterderZivilisation, der leider zu einer etwas späteren Stunde von grausamen Mordgedanken seiner pittoresken Schönheit ein wenig beraubt wird…

 

Die Melodie von Rod Stewarts Maggie May kam mir spontan in den Sinn, als ich an meinem Kaffee nippte und beobachtete, wie der Ort langsam zum Leben erwachte. Kennt ihr das, wenn der Tag noch neu und frisch riecht? Als ob alles mit klaren und leuchtenden Farben gemalt wurde?

Genauso sah es an diesem Morgen in Hinterzarten aus.

Glücklich streckte ich meine Beine aus und brachte meinen – leider nicht gerade kleinen – verlängerten Rücken in eine angenehme Position. Paripu hatte es schon nicht mehr ausgehalten und war bereits zum Kurhaus. Allerdings nicht ohne fünf Croissants als Wegstärkung mitzunehmen. Ich hatte keinen Bedarf Magnus Stian oder das Gürkchen (alias Sigurd P. aus L. in N.) schon  so früh am Morgen zu sehen. Die schönste Begegnung des Tages hatte ich sowieso bereits gehabt. Ein Lächeln breitete sich in meinem Gesicht beim Gedanken an Bjørn Einar aus. Er hatte ja ein so liebes Lächeln und sein blondes Haar, wenn es im Wind wehte. Dieses bezaubernde Näschen und…

„Pass’ auf, dass du nicht gleich sabberst.“ Mit diesen Worten wurde mir mein Kaffeebecher gemopst und Magnus Stian ließ sich neben mir auf die Parkbank sinken.

„Hey!“

„Selbst hey!“ Er gönnte sich einen besonders großen Schluck.

„Dieses Kaff geht mir auf den Geist“, beschwerte er sich. Sein  - leider - doch recht attraktives Gesicht zierte ein ziemlich finsterer Ausdruck.

„Gehst du mir auch. Trotzdem schaue ich nicht wie sieben Tage Regenwetter drein.“

„Du bist ja auch noch nicht um eine derart unchristliche Zeit schamlos angegraben worden!“

Indigniert zog ich eine Augenbrauche hoch und musterte ihn.

Erstaunlicherweise wurde er unter meinem Blick doch mal leicht rosa um die Nase.

„Du teilst deinen Kaffee, doch nur zu gern mit mir“, rechtfertigte er sich.

Klar…

„Aber diese Mädchen hier. Mah, die lauern einem vorm Kurhaus auf, quetschen einen aus und kichern.“

„Gibt’s die beim Biathlon nicht?“ Neugierig war ich da schon.

„Doch…“

„Na also, dann kennst du das doch.“

„Ja, aber diese Mädchen hier… Die… Die…“

„Sind auch nicht anders als deine Perückenschafe in Norwegen. Sie quietschen, kichern und sind blondiert. So wie du halt, nur in weiblich. Und?“

Magnus Stian rutschte auf der Bank hin und her. „Jaaaaaaa“, brachte er schließlich hervor, „aber die fragen mich wenigstens nicht, ob ich ihn ein Autogramm von Tom für sie hole.“

Ich brach in schallendes Gelächter aus. Daher wehte also der Wind. Monsieur fühlte sich in seiner Pracht nicht genügend gewürdigt

Um ihn aufzumuntern teilte ich großzügig meinen Muffin mit ihm. „Du bist also wegen der Fans aus dem Kurhaus geflüchtet“, hakte ich dann doch mal noch. „Jaaa“, kam es kauend von ihm. „Und ich hatte keine Lust, da nur dekorativ rumzustehen.“

„Besonders, wo du als Dekoration nicht genügend gewürdigt wurdest“, kicherte ich.

„Daaaana!“ Er schaute beleidigt drein.

„Magnusleinchen“, ich klopfte im großzügig auf die Schulter, „du bist nun einmal bei einem Sommerskispringen. Was hast du erwartet?“

„Lauter Danas“, kam es wie aus der Pistole geschossen.

„Hä?“ Jetzt war ich an der Reihe, dumm aus der Wäsche zu gucken.

„Ich habe lauter verschüchterte Mädchen erwartet, die mit funkelnden Augen ihre Idole nieder knipsen.“ Prompt warf ich ihm die zusammenknüllte Brötchentüte gegen den Kopf.

„Hey, hey. Nicht gleich handgreiflich werden.“

„Du verdienst es nicht anders!“

„Echt nicht? So was Dummes.“ Er starrte kurz in den Himmel und tat, als würde er nachdenken. Ein Umstand, der gar nicht sein konnte. Schließlich trug der ein waschechtes Vakuum zwischen seinen Ohren spazieren. Ich streckte mich ausgiebig, während er mit Denken beschäftigt war. Endlich meinte er: „Und ich wollte dich gerade eigentlich fragen, ob du mit zum Kurhaus willst. Wir hätten die anderen da einsammeln gehen können und dann hättest du mit frühstücken kommen können.“

„Ihhh… Ähhhh… Ohhh.. Ehh?“  Ich bekam kein vernünftiges Wort heraus.

„Wunderbar, Dana“, er hakte mich unter. „Du kannst sogar schon die Vokale und wenn wir ein bisschen üben, dann klappt das demnächst auch noch mit der Eloquenz.“

Ich ließ mich von ihm mitziehen.

Als wir am Kurhaus ankamen, packten gerade das Gürkchen und Jacobs ihre Anzüge in den Materialbus.

„Morgen, Dana“, wurde ich fröhlich begrüßt. „Tom müsste auch gleich fertig sein.“

Ah, der musste vermutlich noch ein paar Autogramme schreiben.

Ob Paripu noch irgendwo hier steckte?

Oh, was mich daran erinnerte…

Vielleicht sollte ich doch mal Miriam eine SMS schicken, dass ich erst später zurück kam…

Obwohl, meine Abwesenheit fiel ihr bestimmt nicht auf.

Die diskutierte lieber darüber, wie die Last der ganzen Welt auf Bjørn Einars schmalen Schultern lastete.

Bla bla…

An der war wirklich ein Fernsehrtherapeut verloren gegangen.

Ich ging da lieber gleich mit dem Objekt unser beider Begierde frühstücken. Ich durfte auch prompt neben Sigurd auf der Rückbank Platz nehmen und brauste dann zusammen mit ihm, Jacobs und Tom zu deren Hotel. Magnus Stian kam mit dem Materialbus hinterher. Der war ja dieses Wochenende nur deren Lakai. Konnte mir daher auch nicht verkneifen, ihm durch die Rückscheibe die Zunge rauszuschrecken. Was er mit einem Hupen quittierte.

Tztz, keine Beherrschung der gute Mann.

 

 

Zehn Minuten später…

 

Idyllisch im Grünen gelegen…

So wohnten die lieben Herren aus dem hohen Norden. Nur nicht ganz so nobel, wie ich gedacht hatte. War zuvor der Illusion verfallen, dass die nie in Hotels übernachteten, die nicht zumindest ein Whirlpool in jedem Zimmer aufwiesen. Aber so konnte man sich irren.

Plötzlich blieb ich ruckartig stehen.

Und sah an mir herab.

Shit!
Ich war für so was gar nicht richtig angezogen.

Ich meine…

Vorhin hatte es Bjørn Einar eilig gehabt…

Aber jetzt…

Ich meine…

Was war, wenn ich in meinem Shirt dick aussah?

Und überhaupt…

Meine Haare, die standen doch total ab.

Augenbrauen hatte ich auch nicht gezupft.

Und die Beine…

Oh Gott, die hatte ich zum letzten Mal vorgestern rasiert.

Nein, oh nein…

Wenn da jetzt Haare spießten?

Das fand Bjørn Einar bestimmt abstoßend.

Ich konnte da nicht mit rein!

Nicht ohne vorige Begegnung mit einem Rasierer und einer Pinzette.

Neben mir klatschte Tom laut in die Hände. „Endlich Frühstück! Mah, Dana, steh’ hier nicht so rum, wie bestellt und nicht abgeholt. Du guckst, als hättest du einen Walfisch verschluckte.“ Kumpelhaft boxte er mir in die Seite.

Und da fiel’s mir wie Schuppen von den Augen.

Da hatte ich endlich Kontakt mit Skispringern und da sahen die mich nicht als weibliches Wesen.

Als geheiligte Weiblichkeit auf zwei Beinen…

Nö, ich war ein Kumpel.

Spitze…

Irgendwo hoch oben im himmlischen Zirkus lachte sich wohl gerade ein kosmisches Wesen scheckig über diesen gelungenen Streich.

 

Fünfzehn Minuten später…

 

Klopfte ich mit meinem Eierlöffel auf meinem Frühstücksei herum. Neben mir biss die wilde Hilde gerade extrem genussvoll UND lautstark in ihr Brötchen.

„Kannst du noch lauter schmatzen, Tom? Ich glaube, in Australien haben sie noch nicht mitbekommen, dass dir dein Brötchen schmeckt.“

„Warum so giftig“, kam es mit vollem Mund zurück.

Tjaaa, warum nur?

Weil diese doofe Hotelangestellte da vorne, wie eine läufige Hündin um Bjørn Einar und Magnus Stian rum lief. Und das Fieseste an der ganzen Sache war auch noch: Die Frau schaute bildhübsch aus und war gertenschlank.

Grrrr!

Ich verpasste meinem Ei einen besonders saftigen Schlag.

„Also, der Patient ist tot!“ Sigurd entwand mir meinen Eierlöffel.

„Hey, ich wollte das Ei noch essen!“, beschwerte ich mich.

„Echt? Ich dachte, dass du die Tischdecke nur mit Eigelb sprenkeln magst.“

Dieser doofe Sack…

Mit diesen strahlend blauen Guckern brauchte der mich auch gar nicht so zu durchbohren.

Mah, konnte der nicht mal wo anders hingucken. Der starrte mir ja bis aufs Großhirn.

Also konzentrierte ich mich auf das Brötchen, das sich auf meinem Teller befand, und rammte mein Messer in seine flockige Weichheit.

Ich konnte diese doofe Schnepfe über einen dummen Scherz von Magnus Stian kichern hören.

Bjørn Einar gab es jetzt auch noch seinen Senf dazu.

„Daaanaa.“ Jacobs starrte mein  zugegebener Maßen  etwas zerteiltes Brötchen an. „An dir ist ein Metzger verloren gegangen.“

„Mike Meyers hätte das nicht besser gekonnt“, Tom nickte. „Und das nur weil, Stianus muss dem Mädel schäkert.“

„Stianus?“ Ich bekam große Augen.

„So heißt der Olle nun mal.“ Tom sah unschuldig drein.

„Stianus… Äh, okay. Aber sein Schäkern stört mich aber überhaupt nicht!“

„Ach, deswegen hast du gerade Dexter gespielt und sowohl ein Ei als auch ein unschuldiges Brötchen brutal geschlachtet?“ Das Gürkchen würde ich als nächstes Schlachten, wenn es so weiter machte.

Würde mir die Menschheit auch nur danken.

 

 

 

12.9.09 22:17
 


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